Das Umspritzen von Kunststoff

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kunststoff umspritzen

Das Umspritzen von Kunststoffteilen ist ein spezielles Verfahren des Spritzgießens zur Herstellung komplexer Bauteile in nur einem Fertigungsschritt. Diese umspritzten Funktionsteile sind oftmals aus metallischen Werkstoffen wie beispielsweise die Leiterbahnen aus Kupferlegierungen. Inzwischen sind auch keramische Werkstoffe wegen ihrer Eigenschaften wie die Korrosionsbeständigkeit, die Verschleißfestigkeit und auch die Biokompatibilität, für den Einsatz bei Neuentwicklungen in der Medizintechnik besonders interessant. Die Anwendungen durch das Kunststoff umspritzen bedürfen hierbei einer genügend dichten Verbindung zwischen einem Funktionselement und dem Kunststoff, da die eindringende Feuchtigkeit oder auch die Verschmutzung zur Beeinträchtigung der Funktion führen kann. Die nötige Dichtigkeit ist hierbei häufig durch einen mehrstufigen Umspritzprozess oder auch durch den aufwendigen Einsatz von speziellen Haftvermittlern zu erreichen. Besonders in der Medizintechnik ist der Einsatz der Haftvermittler und den haftungsmodifizierten Compounds oft nicht zulässig, dass die Dichtigkeit nur auf einem anderen Wege zu erreichen ist.

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Aufgrund unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten beim Kunststoff umspritzen zwischen dem Metall und dem Kunststoff entstehen Mikrospalte. Bedingt durch eine Kapillarwirkung können die flüssigen und gasförmigen Medien zwischen dem Metall und dem Kunststoff eindringen. Die Folge sind Undichtigkeiten und Korrosion. Die Lösung ist ein speziell beschichteter Dichtschlauch. Dieser wird auf das Metallteil befestigt und im Anschluss thermisch aufgeschrumpft. Durch das Aufschrumpfen dieses Schlauches entsteht über die elastische Fase eine besondere Flächenhaftung zu dem Metallteil. Nach der Umspritzung wird diese Metall–Kunststoff–Verbindung dann dicht.

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